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Von der Wissenskultur zur Könnenskultur

Keine Branche, wie die der Bildungsvermittlung, steht durch ChatGPT vor einem so grundlegenden Wandel. So ging erst im Mai 2023 die Meldung über den Ticker, dass das börsennotierte Bildungsunternehmen Chegg massive Auswirkungen auf sein Neukundengeschäft durch ChatGPT erwartet. Diese Meldung, ging wie eine „Schockwelle durch die Branche, ließ den Aktienkurs von Chegg um fast 50 Prozent abstürzen.“ Ursächlich für diesen Trend ist die hohe Akzeptanz und Ausprobierfreude von ChatGPT bei Schülern und Studenten.

Galt gerade die Bildungsbranche als eine der stabilsten Sektoren und Bildung als einer der führenden Megatrends, so muss auch hier dank technologischer Disruption die Frage nach der eigentlichen Wissenskultur gestellt werden.

Wissenskultur bleibt ein Megatrend

Die Wissenskultur umfasst den Wert, den die Gesellschaft dem Wissen und der Bildung beimisst, sowie die Art und Weise, wie Wissen generiert, geteilt und genutzt wird. Es wird erwartet, dass die Wissenskultur in Zukunft immer wichtiger wird und weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Bereiche haben wird. Unternehmen müssen beispielsweise flexibler und lernorientierter sein, um mit dem sich schnell entwickelnden Wissen umgehen zu können. Bildungseinrichtungen müssen aber auch ihre Lernmodelle anpassen, um den Bedürfnissen einer sich wandelnden Gesellschaft gerecht zu werden. All diese Attribute konnte Chegg mit innovativen Lernmodulen in der Vergangenheit bieten und dennoch steht das Geschäftsmodell vor einem notwendigen Wandel. Wissenskultur bleibt ein Megatrend, doch die Umsetzung erfordert neue Denkweisen.

Digitalisierung und Lebenslanges Lernen

Die Wissenskultur beeinflusst auch das individuelle Verhalten, da lebenslanges Lernen und der Zugang zu Informationen immer relevanter werden. Die Digitalisierung spielt eine große Rolle bei der Veränderung der Wissenskultur, da sie den Zugang zu Wissen erleichtert und neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit und den Austausch eröffnet.

Mit ChatGPT haben wir ein neues Niveau des simplen Bildungszuganges erreicht. Auf unsere Frage, welche Vorteile die Digitalisierung im Bildungswesen bietet, liefert ChatGPT innerhalb von Sekunden folgendes Ergebnis:

  • Zugang zu Bildung: Durch digitale Technologien wird Bildung zunehmend barrierefrei. Menschen können unabhängig von ihrem Standort auf Bildungsinhalte zugreifen und somit ihre persönliche und berufliche Entwicklung vorantreiben. Dies ist besonders bedeutsam für Menschen in entlegenen Regionen oder mit eingeschränkter Mobilität.
  • Individualisiertes Lernen: Digitale Tools ermöglichen individualisiertes Lernen, bei dem Bildungsinhalte an die spezifischen Bedürfnisse und Lerngeschwindigkeiten der Lernenden angepasst werden können. Dies ermöglicht eine maßgeschneiderte Bildungserfahrung, die den unterschiedlichen Lernstilen und Fähigkeiten gerecht wird.
  • Erweiterter Zugriff auf Ressourcen: Durch die Digitalisierung können Lernende auf eine Fülle von Ressourcen zugreifen, darunter E-Books, Online-Kurse, Videos, interaktive Lernmaterialien und vieles mehr. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für vertieftes Lernen und bietet vielfältige Informationsquellen.
  • Kollaboratives Lernen: Digitale Tools fördern die Zusammenarbeit und das kollaborative Lernen. Lernende können leicht mit anderen in Verbindung treten, gemeinsam an Projekten arbeiten, Ideen austauschen und voneinander lernen, unabhängig von räumlichen Grenzen.
  • Flexibilität und zeitliche Unabhängigkeit: Digitale Bildung ermöglicht eine flexible Zeiteinteilung, sodass Lernende ihre Bildungsinhalte nach ihrem eigenen Zeitplan bearbeiten können. Dies ist besonders vorteilhaft für Berufstätige, die ihre Weiterbildung mit ihrem Arbeitsalltag vereinbaren müssen.
  • Innovative Lernmethoden: Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für innovative Lernmethoden, wie z.B. Gamification, virtuelle Realität und Simulationen. Solche Ansätze machen das Lernen interaktiver, motivierender und spannender.
  • Effizienzsteigerung: Digitale Tools können administrative Aufgaben vereinfachen, wie z.B. die Bewertung von Tests und die Organisation von Kursmaterialien. Dies ermöglicht es Lehrkräften, mehr Zeit für den eigentlichen Unterricht und die individuelle Betreuung der Lernenden zu haben.

Diese technologische Entwicklung ist nun Katalysator der nächsten Bildungsstufe, nämlich der Könnenskultur. Während der Zugang zur Theorie dank des technologischen Wandels immer leichter wird, wird im Gegenzug die Frage nach dem praktischen Wissen und der Anwendbarkeit immer relevanter.

Könnenskultur: Die ganzheitliche Verbindung von Theorie und Praxis

„Tailor made“ Wissen und der Zugang zu Experten unterscheidet die Wissenskultur von der Könnenskultur. Denn die Frage nach der Anwendung und der Auslegung von Wissen erfordert heute und in Zukunft das Wissen von erfahrenen Praktikern. Und genau hier setzt Chegg mit neuen Angeboten an. Stellte Chegg in der Vergangenheit den Studenten vorrangig digitale Lehrbücher und Online-Nachhilfen zur Verfügung, steht jetzt der Experte im Fokus. „Schritt-für-Schritt-Expertenlösungen im Handumdrehen: Fotografiere deine Hausaufgaben und lass sie dir von einem Experten erklären. Außerdem haben Sie Zugriff auf Millionen von Fragen und Antworten, die Ihnen helfen können, ähnliche Probleme zu lernen, die in Ihrem Kurs behandelt werden,“ so wird das neue Angebot von Chegg beworben.

Könnenskultur steht für die Wertschätzung und den respektvollen Umgang mit unseren individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen. Es geht darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem wir unsere Potenziale entfalten können und ständig daran arbeiten, uns weiterzuentwickeln. Ohne den Menschen ist der Wandel zur Könnenskultur nicht möglich. Wissen ist die Toolbox unseres Handelns, die Anwendung des Wissens erfordert lebenslanges Lernen, Austausch und Community. Genau diesen Ansprüchen wollen wir uns als Management Alliance stellen.

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