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Management Alliance mit neuem Markenauftritt

Die Management Alliance wächst – und schlägt ein neues Kapitel auf: Sie wird zu einer Plattform für eine qualifizierte, bessere BOARD-Arbeit. Damit einher geht ein neuer Markenauftritt mit schärferem Profil und neuem Claim.

Gremienarbeit und Austausch unter Gleichgesinnten neu definieren

Der neue Markenauftritt ist ein logischer Schritt der bisherigen Entwicklung. Er schärft das Profil und macht Werte und Vision der Management Alliance besser sichtbar. Im Mittelpunkt stehen noch stärker als bisher die Menschen, also die Aufsichtsrats-Kandidaten. Indem sie die BOARD-Arbeit neu definieren, bringen Sie Unternehmen hohen Mehrwert.

Der neue Markenauftritt der Management Alliance baut dabei darauf auf, was sie bisher ausgezeichnet hat:

  • Individuell und flexibel – passend für jeden Kandidaten
  • Ganzheitlicher Ansatz mit hohem Praxisbezug
  • Basierend auf jahrelanger Erfahrung
     

Neu hinzu kommen:

  • die bewusste Entscheidung und der Wille, die Zukunft der Gremienarbeit im deutschsprachigen Raum aktiv mitzugestalten und neu zu definieren;
  • sowie der Anspruch, eine Plattform für Austausch und Wachstum Gleichgesinnter anzubieten.
     

Enabling better Boards: Ein neuer Claim für eine exzellente Community

Mit dem neuen Markenauftritt startet die Management Alliance einen neuen Claim, der den Markenkern selbstbewusst und verbindend nach außen übersetzt. Er verknüpft die Ansprüche von Newcomern und Alumni gleichermaßen und bietet eine Heimat für alle, die den Wandel in der AR-Arbeit vorantreiben wollen.

Entdecken Sie jetzt auf unserer Website – und gerne auch anschließend persönlich im Gespräch mit uns – alle Facetten des fachlichen und persönlichen Empowerments auf Ihrem Weg zum qualifizierten Aufsichtsrat!

Qualifizierter Aufsichtsrat: Die nächsten Online-Programme starten

Die nächsten Termine für den Start des Online-Trainings zum „Qualifizierten Aufsichtsrat“ in der Kleingruppe stehen fest. Das Programm richtet sich an Führungskräfte und Mitglieder aus dem Top-Management, die in absehbarer Zeit eine Position in einem Aufsichtsrat übernehmen oder bereits ein Aufsichtsrats-Mandat haben. Das Programm bereitet auf die Prüfung zum „Qualifizierten Aufsichtsrat“ der Deutsche Börse AG vor und ist offiziell anerkannt.

Die nächsten Online-Trainings zum „Qualifizierten Aufsichtsrat“ starten am:

  • 14. Januar 2022
  • 4. März 2022
  • 6. Mai 2022

Das Online-Training umfasst ein individuelles Eigenstudium über vier Wochen. Hinzu kommen jeweils 90 Minuten Einzel-Websession und 60 Minuten interaktive Gruppen-Websession pro Woche. Höhepunkt sind zwei Tage Präsenztraining als Prüfungsvorbereitung und Interaktion in der Gruppe – oder auch digital, abhängig von der Corona-Lage.

EU-Taxonomie: Was bedeutet die neue Verordnung für Unternehmen und Aufsichtsräte?

Mit der Taxonomie führt die EU eine neue Berichtspflicht zu Nachhaltigkeitskriterien für die Unternehmensgruppe der PIEs sowie Finanzmarktteilnehmer ein. Noch herrscht eine gewisse Unsicherheit, was die Taxonomie mit sich bringt. Wir klären die wichtigsten Fragen für Unternehmen und Aufsichtsräte.

 

Was ist die EU-Taxonomie?

Die EU-Taxonomie ist eine Verordnung, die für Public Interest Entities (PIEs) und Finanzmarktteilnehmer neue Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit einführt. Ziel ist es, Kapitalflüsse in ökologisch nachhaltige Aktivitäten zu lenken.

Ab 1. Januar 2022 müssen diese Unternehmen in den nichtfinanziellen Erklärungen den Anteil ökologisch nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten bezogen auf die Umsatzerlöse, die Investitionsausgaben sowie die Betriebsausgaben angeben.

Für die kommende Berichtssaison sind erstmals Angaben zu zwei von sechs Umweltzielen im Sinne der EU-Taxonomie darzulegen. Dies betrifft die Aspekte: Eindämmung des Klimawandels und Anpassung an den Klimawandel.

Im Folgenden zeigen wir den vollen Umfang der EU-Umweltziele auf und erklären, wie die korrespondieren ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten definiert werden.

 

Was sind die Umweltziele laut EU-Taxonomie?

Die EU-Taxonomie definiert sechs übergeordnete Umweltziele, an denen sich alle weiteren Kriterien orientieren:

1. Eindämmung des Klimawandels
2. Anpassung an den Klimawandel
3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser und Meeresressourcen
4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
5. Vermeidung und Verhinderung der Umweltverschmutzung
6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme

Wie Sie als Unternehmen gefordert sind: Die Festlegung der ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten im Sinne der EU-Taxonomie

Grundlage für die Berechnung der Kennzahlen im Sinne der EU-Taxonomie ist die Festlegung der als ökologisch nachhaltig definierten Wirtschaftskriterien. Die Taxonomie gibt dafür folgenden Kriterienkatalog aus:

1. Die Wirtschaftsaktivität liefert einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung eines oder mehrerer der sechs übergeordneten Umweltziele
2. Die Aktivität beeinträchtigt gleichzeitig nicht eines oder mehrere der anderen Umweltziele (do no harm)
3. Die Aktivität wird unter Einhaltung des Mindestschutzes der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der Arbeitsrechtsnormen der internationalen Organisationen ausgeübt
4. Die Aktivität etabliert Transformationspfade im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens für Branchen und Sektoren
5. Die Aktivität fordert und fördert unternehmerische Klimaziele im Einklang mit den Transformationspfaden
6. Bei der Aktivität entstehen keine falschen – d.h. mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens nicht kompatible – „lock-in“-Effekte durch öffentliche Gelder
7. Die Aktivitäten verbessern die Berichtserstattung und Datenlage zu nachhaltigkeitsrelevanten Informationen verbessern

Es gilt jedoch zu beachten, dass die als ökologisch nachhaltig definierten Wirtschaftsaktivitäten auch im Hinblick auf ihre Effektivität zu unterscheiden sind. Auch dazu gibt die EU-Taxonomie Standards vor.

 

Wirtschaftlich nachhaltige Aktivitäten können laut der Verordnung in drei Kategorien im Hinblick auf deren Wirkung auf die Umweltziele unterteilt werden:

  • Low-carbon activities (Aktivitäten für weniger CO2): Wirtschaftsaktivitäten, die „im absoluten Sinne“ und im Endeffekt weniger Treibhausemissionen zum Ziel haben
  • Transition(ing) activities (Aktivitäten im Übergang): Wirtschaftsaktivitäten, die bereits heute „deutlich niedrigere Treibhausemissionen als der Industrie- oder Branchendurchschnitt“ aufweisen und „die Verknüpfung mit CO2- intensiven Prozessgütern vermeiden“; Aktivitäten, die bereits im Transformationsprozess sind
  • Enabling activities (erleichternde und befähigende Aktivitäten): Wirtschaftsaktivitäten, die Emissionsminderungen „in einem anderen Sektor“ ermöglichen

 

Was heißt das konkret für die kommende Berichtssaison?

In der kommenden Berichtssaison gelten die Angabepflichten für die Bereiche  „Eindämmung des Klimawandels“ (climate change mitigation) und „Anpassung an den Klimawandel“ (climate change adaption).

In der Nichtfinanziellen Erklärung sind zu diesen Aspekten jeweils bezogen auf die Kennzahlen Umsatzerlöse, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben die nachfolgenden Angaben zu machen:

  • Zuordnung zu einer Wirtschaftsbranche (z.B. manufacturing)
  • Beschreibung der erfassten Technologien und Prozesse
  • Kriterien für Anpassung an den Klimawandel bzw. dessen Eindämmung
  • Beschreibung der erfassten Technologien und Prozesse
  • Kriterien für Anpassung an den Klimawandel bzw. dessen Eindämmung
  • Beschreibung des Ursache-Wirkungsprinzips für die Transformation
  • Beschreibung der Grenzwerte, die eingehalten werden müssen
  • Beschreibung der „do no harm“-Kriterien
     

Welche Pflichten für den Aufsichtsrat ergeben sich daraus?

Der Aufsichtsrat ist bereits heute für die Prüfung der Ordnungs-, Zweck- und Rechtmäßigkeit der Nichtfinanziellen Erklärung verantwortlich. Diese Verantwortlichkeit erstreckt sich künftig auch auf die Angaben im Sinne der EU-Taxonomie.

Dies bedeutet für den Aufsichtsrat, dass er sich analog zum Jahresabschlussprozess inhaltlich mit den Angaben der Nichtfinanziellen Erklärung auseinandersetzen und die Aussagen auf Plausibilität prüfen muss. Mit den neuen verpflichten Angaben im Sinne der EU-Taxonomie steigt die Komplexität weiter.

Die Nichtfinanzielle Erklärung selbst unterliegt nicht einer verpflichtenden inhaltlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer. Dieser hat lediglich zu prüfen, ob Bericht erstattet wurde. Eine freiwillige Prüfung durch den Abschlussprüfer gilt es gesondert zu beauftragen.

Für Finanzmarkt-Akteure schreibt die EU-Taxonomie weitere Aspekte (Art. 8 der Taxonomie-Verordnung) vor, die vom Aufsichtsrat zu beachten sind. So sind hier externe Überprüfungen und Gutachten verpflichtend zu erstellen.

 

Die wirtschaftliche Bedeutung der EU-Taxonomie

Angaben zu Nichtfinanziellen Kriterien gewinnen zunehmend mehr an Bedeutung in Fragen der Unternehmensfinanzierung. Dies betrifft sowohl die Eigenkapital- wie die Fremdkapital-Finanzierungsseite.

ESG-Ratings sind bereits heute bei vielen Investitionsentscheidungen eine wichtige Grundlage. Die Angaben in der Nichtfinanziellen Erklärung schaffen hierfür die erforderliche Transparenz.

Zudem werden die Angaben im Sinne der EU-Taxonomie künftig eine wesentliche Rolle bei der Vergabe von EU-Fördermitteln spielen.